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5. September 2014

Die E-Health-Initiative: 2010 bis heute

Telemedizin online

E-Health bedeutet laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) Austausch von Gesundheitsressourcen und Gesundheitsversorgung unter elektronischen Umständen. Genauer ist damit gemeint:

  1. Die Vermittlung von Gesundheitsinformationen, für medizinische Dienstleister und Patienten durch Internet und Telekommunikation.
  2. Die Verwendung von IT und eCommerce um die öffentliche Gesundheitsversorgung zu verbessern (z.B. durch Weiterbildung und Training von Dienstleistern in der Medizin)
  3. Die Verwendung von eCommerce und eBusiness im Gesundheitsmanagement.

 

2010 wurde die eHealth Initiative vom Bundesgesundheitsministerium (BMG), der Bundesärztekammer (BÄK), der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und vielen weiteren Akteuren des Deutschen Gesundheitswesens ins Leben gerufen.*

Ein Jahr später, im Dezember 2011,  stellten der damalige Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und sein Staatsekretär Thomas Ilka im Kontext des IT-Gipfels der Bundeskanzlerin die ersten Fortschritte der Initiative vor. Im Mittelpunkt der einhergehenden Podiumsdiskussion standen Vorgaben für den Aufbau eines Informations- und Unterstützungssystems für Anwendungen der Telemedizin – entsprechende Vorgaben sollten bis zum IT-Gipfel 2012 vorangetrieben werden.  Beim IT Gifel 2012 lag der Schwerpunkt dann bereits in ersten Anwendungsproblemen: die Interoperabilität der IT-Systeme in Arztpraxen, Krankenhäusern etc. Aus diesem Grund wurde vom Bundesgesundheitsministerium der Auftrag für eine Planungsstudie zur Interoperabilität vergeben. Die Durchführung der Planungsstudie übernahm das Beratungsunternehmen BearingPoint, unterstützt durch Experten des Fraunhofer Instituts für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS).

Im Juli 2014 wurden schlussendlich Ergebnisse der Planungsstudie veröffentlicht. Grundtenor: die Umsetzung der Lösungsvorschläge zugunsten der Patienten soll vorangetrieben werden. In Zukunft sollen laut Studienautoren klare Ziele in der Versorgung und bei den Prozessen abgesteckt werden, um allen involvierten Akteuren eine Orientierungshilfe zu geben. Darüber hinaus sollen neue Ablauf- und Entscheidungsprozesse definiert werden um Standards bei eHealth-Anwendungen zu etablieren.  Eine Expertenkommission mit festgelegten Autoritäten und Entscheidungskompetenzen soll zudem die Interoperabilität im Gesundheitswesen gewährleisten.

In der vom Bundeskabinett am 20.08.2014 verabschiedeten „Digitalen Agenda 2014-2017“ ist davon die Rede, dass die „Digitalisierung in wichtigen Zukunftsmärkten und -bereichen durch die Weiterentwicklung gesetzlicher Vorgaben zur Integration der Telemedizin sowie den Ausbau der eHealth-Initiative und die stärkere Vernetzung mit der Innovationstätigkeit der Gesundheitswirtschaftsunternehmen […] stimuliert“ werden soll (Bundeskabinett, 20.08.2014: “Digitale Agenda 2014-2017″, Seite 13-14).

Unter der IT-Offensive entwickelten sich in den letzten drei Jahren Strukturen, die eine flächendeckende Regelversorgung sicherstellen soll(t)en. Neben der elektronischen Gesundheitskarte (gematik-Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH) gibt es mittlerweile weitere Bestrebungen die neue „IT-Autobahn“ in der Gesundheitsversorgung auszutesten. Wie Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe kürzlich der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mitteilte, wird er in seiner Amtszeit die elektronische Kommunikation im Gesundheitswesen  über die elektronische Gesundheitskarte hinaus beschleunigen. Das eHealth-Gesetz, das für Herbst 2014 angekündigt ist, würde „klare Vorschriften zur Einführung neuer Anwendungen in der Telemedizin und deren Finanzierung enthalten.“

*Die eHealth-Initiative wird getragen durch das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundesärztekammer, die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, den GKV-Spitzenverband, den Verband der privaten Krankenversicherung, die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin, den Bundesverband Gesundheits-IT, den Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, Atos Deutschland, den Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS und das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST. Medexo ist ebenfalls auf dem Telemedizinportal des Fraunhofer Instituts für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) vertreten:

http://telemedizin.fokus.fraunhofer.de/index.php?id=27&pId=420&no_cache=1

Weiterführender Artikel des Fachportals E-Health-Com: http://www.e-health-com.eu/details-news/ergebnisse-der-ehealth-planungsstudie-interoperabilitaet-veroeffentlicht/9c0e62a61343a7b5f6f09b7bab26e84a/

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